Welche Möglichkeiten der Behandlung von Mimikfalten gibt es ?
Ausgeprägte Mimikfalten können durch Operation, Einspritzen von Füllmaterialien oder auch Medikamenten, wie z.B. Botulinumtoxin A oder durch eine Kombination der genannten Verfahren korrigiert werden. Über die richtige Methode entscheidet die Lage und Ausprägung der Falten.
Was ist Botulinumtoxin A und wie wirkt es ?
Botulinumtoxin A ist eine Substanz, die die Freistzung eines Botenstoffes zur Auslösung von Muskelkontraktionen blockieren kann. Diese Substanz wird direkt in die Muskulatur gespritzt und hat sich in der Behandlung im ästhetischen Bereich seit vielen Jahren sehr bewährt. Die Einspritzung sehr geringen Mengen Botuminumtoxin A hemmt den entsprechenden Muskel im Gesicht. Dadurch werden die typischen Stirnfalten, die "Zornesfalte" und Krähenfüße geglättet. Die volle Wirkung entfaltet sich etwa 3-10 Tage nach der Behandlung und hält etwa 4-6 Monate an. Ein nachhaltiger Effekt wird durch Wiederholungsbehandlungen erzielt.
Welche Nebenwirkungen und Komplikationen können auftreten ?
Es handelt sich um eine gut verträgliche und effektive Methode. In seltenen Fällen kann es zu Hautreizungen, einer Hautinfektion oder einer leichten Schwellung kommen. Etwas häufiger tritt ein kleinen Bluterguss an der Einstichstelle auf. Daher nehmen Sie bitte eine Woche vor der Behandlung keine Medikamente ein, die eine blutverdünnende Wirkung haben (z.B. Aspirin oder Marcumar). Bei ungleichmäßiger Wirkung kann vorübergehend ein asymmetrischer Gesichtsausdruck entstehen. Dieser wird durch Nachspritzen von Botulinumtoxin A innerhalb der nächsten 2 Wochen korrigiert. Bei sehr ausgeprägter Wirkung im Augenbrauenbereich kann es auch zu einer vorübergehenden Absenkung des Oberlids kommen. In seltenen Fällen wurde nach der Behandlung über Müdigkeit, Mundtrockenheit und allgemeines Krankheitsgefühl berichtet. Sämtliche Nebenwirkungen sind aber vorübergehend. Langfristige Nebenwirkungen sind bei der Behandlung von mimisch bedingten Falten nicht bekannt. Seltene Muskel- und Nervenerkrankungen wie z.B. die Myasthenia gravis stellen eine Gegenanzeige für die Behandlung mit Botulinumtoxin dar. Grundsätzlich sollte auch nicht während der Schwangerschaft- und Stillzeit behandelt werden, auch wenn bislang keine schädigende Wirkung des Botulinumtoxin bekannt wurde.
Weitere Informationen zur Behandlung mit Boutulinumtoxin finden sie unter:
www.dgbt.de
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